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Dimensionen der menschlichen Natur und des göttlichen Wirkens

Deutsch > Forschungsbereiche > Evolution und Schöpfung

P. Rüst (2006), 16 S.; http://www.aneste.ch/files/DimMenNat.pdf
ursprünglich veröffentlicht durch das VBG-Institut, dort nicht mehr verfügbar.

Erweiterte Übersetzung aus dem englischen
P. Rüst (2005), "Dimensions of the Human Being and of Divine Action", Perspectives on Science and Christian Faith 57/3, 191-201

Zusammenfassung:

Menschen sind dreidimensionale leiblich-seelisch-geistige Wesen, aber dennoch ganzheitlich-unteilbare Personen. Tiere zeigen in ihrem Verhalten sowohl deterministische als auch zufallsbedingte Komponenten. Dieses Verhalten kann als ein Informationssystem modelliert werden, das Regelkreise enthält. In "einfacheren" Tieren sind die Sollwerte dafür genetisch fixiert. In "höheren", empfindungs- und bewusstseinsbegabten, "seelischen" Tieren werden sie von internen anpassungsfähigen Kontrollsystemen gesteuert, welche frei zwischen verschiedenen Prozeduren auswählen können. Menschen sind in einem übergeordneten Kontrollsystem mit Selbstbewusstsein, freiem Willen, einem Gewissen und geistig-geistlichem Verhalten begabt. Wie bei den räumlichen Dimensionen umfasst jede weitere Dimension die bisherige, kann aber weder aus ihr entstehen noch auf sie reduziert werden.

Bei der Entstehung und Entwicklung jedes menschlichen Individuums wirkt Gott einerseits durch natürliche Vorgänge, sowohl deterministische Ereignisse als auch Zufallsereignisse wie Mutationen und neuronale Dendritenverzweigungen. Andererseits kann er aber auch das Ergebnis solcher für die Wissenschaft zufälliger Ereignisse frei bestimmen. Dieses verborgene Einfliessenlassen prägender Information entspricht der grundlegenden Neuheit, welche durch Gottes "Erschaffen" des Individuums angezeigt wird.


Ein wirklicher Mensch (etwa dreijährig) und neben ihm ein übermässig simplistisches Modell eines solchen. Dem Modell fehlen mehrere Dimensionen.

Sowohl wissenschaftlichen als auch theologischen Modellen des Menschseins fehlen gewöhnlich meherere Dimensionen und manchmal auch die existentielle Unteilbarkeit der menschlichen Natur. Sie befriedigen deshalb nicht.

- Gott schuf die 4-dimensionale Raum-Zeit (inkl. Chemie)

- Er fügt biologische Information bei, um 5-dimensionales biologisches Leben zu schaffen (Lebens-Entstehung, Leib)

- Er fügt "Seele" bei, um 6-dimensionale "höhere Tiere" zu schaffen (psychologische Empfindsamkeit)

- Er fügt das Bild Gottes bei, um 7-dimensionale Menschen im biblischen Sinn zu schaffen (Möglichkeit geistlicher Beziehung)

- Er fügt geistliches Leben bei, um ein 8-dimensionales Gotteskind zu schaffen (bei bewusster Bekehrung / Wiedergeburt)

- Gottes Realität ist sehr viel höher-dimensional

- In 1.Mose 1 steht das Verb "erschaffen" dreimal: für das Universum, für höhere Tiere, und für die Menschheit. Diese drei Schöpfungsakte kann man zur physikalischen, zur empfindungsmässigen (oder psychologischen) und zur geistigen Dimension in Beziehung setzen. In jedem dieser drei Fälle entstand etwas grundsätzlich Neues, das vorher nicht existierte.

- Zwischen diesen speziellen Ereignissen gab es eine kontinuierliche Entwicklung, die auch während des zweiten und dritten dieser Ereignisse weiterlief. Selbstverständlich ist diese natürliche Entwicklung oder Evolution genauso sehr Gottes Werk wie die speziellen göttlichen Schöpfungsakte, die ausdrücklich als solche deklariert sind.

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Last updated Okt 17 2011 | paraske@aneste.ch

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