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Das Weltall - auf den Menschen abgestimmt

Deutsch > Forschungsbereiche > Wissenschaftsphilosophie

P. Rüst (2000), VBG-Fachaufsatz 1/00 (VBG), 32 S.; http://www.aneste.ch/files/Weltall.pdf
oder suchen Sie auf der Seite des Instituts für Glaube und Wissenschaft http://www.iguw.de nach "Weltall"
(mit nicht mehr gültiger E-Mail-Adresse des Autors; die neue lautet: paraske@aneste.ch)

Roque de los Muchachos (2423 m), höchster Gipfel auf La Palma, der westlichsten der Kanarischen Inseln (Spanien, westlich von Nordafrika): ein Teleskop des Observatorio Astrofisico, Blick nach Osten mit Passatwolken. Der Roque de los Muchachos bildet den Nordrand der grossen Caldera de Taburiente, eines spektakulären erloschenen Kraters, dessen Westwand bereits durch Erosion bis zu unterst durchbrochen ist.

- Die Kosmologie befasst sich mit der Bedeutung von Resultaten der Astronomie und der Atomphysik für die Entstehung des Universums. Hier wurde das "Anthropische Prinzip" formuliert, die Beobachtung, dass die Struktur des Universums auf den Menschen (griechisch: anthropos) zugeschnitten zu sein scheint, und zwar mit einer derart hohen Wahrscheinlichkeit, dass sogar nichtgläubige Kosmologen von "Gott" zu sprechen begannen.

- Interessanterweise treten solche Beobachtungen auch in der Struktur von Milchstrasse, Sonnensystem und Erde auf, wobei unsere Milchstrasse nur eine von 10^22 Galaxien des beobachtbaren Teils des Universums darstellt.

- Und die transastronomischen Unwahrscheinlichkeiten, die offenbar für eine spontane Entstehung des Lebens, der empfindungsmässigen Dimension der Tiere, sowie der geistigen und geistlichen Dimension des Menschen zutreffen, erweitern das Anthropische Prinzip bis in die Biologie.

Inhalt:

0. Einleitung ............................................................................... 2
- 0.1 Das anthropische kosmologische Prinzip ................................ 2
- 0.2 Wie ist alles entstanden? ..................................................... 2
- 0.3 Was enthält unser Weltall? .................................................. 3

1. Entstehung eines Universums für menschliches Leben................. 4
- 1.1 Die Expansion des Universums.............................................. 4
- 1.2 Kausale Trennung................................................................ 5
- 1.3 Der Urknall.......................................................................... 6
- 1.4 Trennung der Kräfte ............................................................ 7
- 1.5 Inflation.............................................................................. 9
- 1.6 Die kosmologische Konstante .............................................. 10
- 1.7 Die Zielgenauigkeit des Schöpfers........................................ 10

2. Entstehung der chemischen Elemente für menschliches Leben ... 12
- 2.1 Synthese leichter Elemente im Urknall ................................. 12
- 2.2 Beryllium bis Sauerstoff ..................................................... 13
- 2.3 Alle Elemente bis Eisen....................................................... 14
- 2.4 Supernova-Explosion ......................................................... 15
- 2.5 Feinabstimmung des Universums ........................................ 18

3. Bildung eines Planetensystems für menschliches Leben.............. 19
- 3.1 Ein Planetensystem ............................................................ 19
- 3.2 Die Entwicklung der Erde..................................................... 20
- 3.3 Die Erdatmosphäre ............................................................ 21
- 3.4 Der erstaunliche Treffer der bewohnbaren Erde ................... 23

4. Lebensentstehung.................................................................. 23
- 4.1 Replikation ....................................................................... 23
- 4.2 Eine RNS-Welt? ................................................................ 25
- 4.3 Evolution einer neuen Funktionalität..................................... 26

5. Schlussfolgerung – welches anthropische Prinzip?..................... 28
- 5.1 Befund ............................................................................. 28
- 5.2 Zwei ungeeignete Erklärungsversuche ................................. 28
- 5.3 Eine sinnvolle Erklärung ..................................................... 29

Anhang .................................................................................... 30

(1) Es wird nicht postuliert, Gott habe auf mirakulöse Art alles erschaffen, und die Wissenschaft könne daher nicht ausfindig machen, wie alles entstanden sei. Natürlich wäre es Gott ein Leichtes, so zu erschaffen, aber es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass dies seiner Methode entspricht.

(2) Es wird
nicht postuliert, dass Gott ein Universum erschaffen habe und seither immer wieder in tausenderlei Bereichen „interveniere“. Diese Ansicht trennt fälschlicherweise auf in Ereignisse, die Gottes Tätigkeit zuzuschreiben seien, und andere Ereignisse, die ohne Gottes „Eingreifen“ eintreten oder ablaufen würden.

(3) Es wäre
falsch anzunehmen, dass es ein Geschehen gebe, das nicht unter Gottes Kontrolle stehe. Er ist nicht nur Schöpfer, sondern auch Erhalter, in dem Sinne, dass die fortdauernde Existenz seiner ganzen Schöpfung (d.h. von allem, was ausserhalb Gottes selbst existiert) jeden Augenblick von seinem aktiven Willen und Tun abhängig ist.

(4) Es wird aber
nicht postuliert, dass Gott für restlos alles verantwortlich wäre, so dass die ganze Schöpfung und alle Geschöpfe reine Automaten oder Marionetten wären. Es existieren Geschöpfe mit echt freiem Willen – dies ist, was wir Menschen über uns selbst durch unmittelbares Bewusstsein und Erfahren wissen. Gemäss der Offenbarung gehören auch Geistwesen, also Engel (und gefallene Engel), zu den Geschöpfen mit freiem Willen. Dieser freie Wille wird gemäss Gottes Schöpfungsanordnungen und allenfalls Einschränkungen ausgeübt. Er ist untrennbar verbunden mit der entsprechenden echten Verantwortung.

(5) Es wird
nicht postuliert, dass es keine Zufallsereignisse gebe, sofern der Zufall im wissenschaftlichen Sinne der stochastischen Theorie gemeint ist, und nicht im Sinne einer Weltanschauung. Es steht Gott frei, Elementar- oder andere Ereignisse entweder im Einzelnen auszuführen, oder eine Verteilung möglicher Ereignisse zu spezifizieren (vielleicht in der Art der Programmierung eines Zufallsgenerators). Schöpfungsspezifikationen sind auf jeder Ebene des Detaillierungsgrades möglich, auch dort, wo die Wissenschaft nicht mehr mitkommt, wie z.B. bei Elementarereignissen in der Quantenmechanik, innerhalb der Heisenbergschen Unschärferelation, des radioaktiven Zerfalls, der DNS-Mutationen usw.

(6) Es wird
nicht postuliert, dass es keine Entwicklung oder Evolution gebe. Entwicklungen auf den verschiedensten Ebenen sind integrierender Teil der Schöpfung und der Geschichte. Wo aber von spontaner biologischer Evolution die Rede ist, darf nicht vergessen werden, dass diese Theorie eine Folgerung aus heutigen Beobachtungen der Ergebnisse der Geschichte des Lebens ist. Die darwinsche Erklärung ist aber insofern ungenügend, als eine Erklärung der Herkunft biologischer Information bis heute völlig fehlt. Zufallsprozesse allein sind für die Herkunft komplexer Strukturen absolut ungeeignet. Doch ist dies nur in einem atheistischen System problematisch, nicht aber, wenn Gott die Information liefert.

(7) Es wäre
falsch anzunehmen, ein Ereignis, eine Entwicklung, ein Organismus könne nur entweder ein Produkt von Gottes Aktivität oder ein reines Zufallsprodukt sein. Es gibt wohl Wunder, die ausschliesslich Gottes Tun darstellen, aber keine „natürlichen“ Prozesse oder Produkte, die nicht ebenso aus Gottes schöpferischer Aktivität resultieren. Dabei ist es durchaus möglich, dass Gott in ein „natürlich“ entstandenes Geschöpf eine Dimension wie Seele (bei höheren Tieren, beim Menschen) und Geist (beim Menschen) hineingibt, die wissenschaftlich nicht vollständig oder überhaupt nicht erforschbar sind. Der Ursprung der seelischen und der geistlichen Dimension sind ebenso reine göttliche Schöpfungswunder wie der „Urknall“ des physikalischen Universums.

(8) Es wäre
falsch anzunehmen, Geschöpfe, denen Gott zusätzliche Dimensionen wie Seele und Geist gegeben hat, seien aus trennbaren Komponenten zusammengesetzt. Sie sind eine leiblichseelisch-geistliche Einheit. Seele und Geist manifestieren sich auch in leiblichen Bereichen. Diese Manifestationen können dann natürlich auch wissenschaftlich erforscht – aber nicht restlos „erklärt“ werden.

(9) Es wird
nicht postuliert, der Nachweis transastronomischer Unwahrscheinlichkeiten für sehr viele Zusammenhänge in der Geschichte des Universums, der Erde und des Lebens stelle einen wissenschaftlichen Beweis Gottes dar. Auf der wissenschaftlichen Ebene sind wir grundsätzlich auf Wahrscheinlichkeiten angewiesen, die nie eine hundertprozentige Sicherheit erreichen. Aus der Offenbarung erscheint es sogar plausibel, dass es zur göttlich gewollten Freiheit des Menschen gehört, aus freiem Willen an Gott glauben oder nicht glauben zu können. Dies würde jede Möglichkeit eines wissenschaftlichen Gottesbeweises grundsätzlich ausschliessen. Es ist anzunehmen, dass Gott bei der Erschaffung des Universums und unserer ganzen Realität diese Freiheit bereits vorgeplant hat.

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Last updated Okt 17 2011 | paraske@aneste.ch

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