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Biblische Präadamiten - historischer Adam

Deutsch > Forschungsbereiche > Genesis-Interpretation

P. Rüst (2010), Manuskript, 16 S. (535 kB),
http://www.aneste.ch/files/BiblischePräadamiten+.pdf
oder nur Text, ohne Bilder, 14 S. (238 kB),
http://www.aneste.ch/files/BiblischePräadamiten.pdf

Übersetzung aus dem Englischen:
P.Rüst (2010), manuscript, 12 p.,
" Biblical Pre-Adamites - Historical Adam"

Versuch zum Brückenbau zwischen
Verfechtern der Inspiration
- welche Wissenschaft verwerfen
und
Verfechtern der Wissenschaft
- welche Inspiration verwerfen


Inhalt:

1. Bessere Integration der Wissenschaft mit Adam und Eva
2. Die Wissenschaft begegnet der Theologie
3. War Adam eine reale Persönlichkeit?
4. Archäologischer Befund: moderne Menschen vor mehr als 35'000 Jahren
5. Geologischer Befund: Noahs Flut historisch und lokal
6. Historischer Befund: Adams Welt neusteinzeitlich und lokal
7. Alttestamentlicher Befund: Unterschied zwischen Mensch und Adam
8. Neutestamentlicher Befund: Adam wird nie als der erste Mensch bezeichnet
9. Harmonische Schrifttheologie
10. Alle Schrift von Gott inspiriert
11. Schrift eint alle Menschen als erschaffen, frei, verantwortlich, berechtigt für Erlösung
12. Schlussfolgerung


- Eine harmonische Deutung von 1.Mose 1-11, vereinbar sowohl mit dem biblischen historischen Adam als auch mit altsteinzeitlichen Menschen, ist möglich. Der Text wird dabei im Rahmen der antiken sprachlichen und kulturellen Umwelt interpretiert. Gott leitete die Schreiber sanft, innerhalb ihres eigenen Denkens, so dass ihreTexte ausdrückliche Konflikte selbst mit damals unbekannten Realitäten vermieden.


- Der christliche Dialog zu Bibel und Wissenschaft ist blockiert durch die Vorherrschaft extremer Ansichten über Adam. Verfechter einer vollen Inspiration der Bibel verlangen einen wörtlichen Adam, der Sünde und Tod brachte und auf alle Menschen vererbte, während wissenschaftlich versierte Christen Adam meist zum Mythos machen. Die gegenseitige Verweigerung echten Gesprächs behindert die Evangelisation schwer.

- Sowohl Kurzzeitkreationisten als auch liberale Theologen meinen, es gebe einen Konflikt zwischen Wissenschaft und Bibel. Aber die Bibel weckt Vertrauen in beides, Bibeltext und Wissenschaft. Scheinbare Widersprüche müssen auf falscher Auslegung beruhen. Für die von vermeintlichen Konflikten Belasteten kann es verheerende Folgen haben, Übereinstimmung auszuschliessen. Lebten Menschen vor Adam?

- Offenbar erzählt das 1.Mosebuch die Geschichte von der Schöpfung bis zu Josef, mit allen Patriarchen als wirklichen Personen. Dies bildet ein wesentliches Fundament für die ganze Bibel. Die Geschichte Adams wirkt jungsteinzeitlich und spielt in Mesopotamien, aber heute wissen wir von modernen Menschen in Afrika und Europa zehntausende von Jahren früher. Vereinbarkeit ist wissenschaftlich und biblisch zu testen.

- Archäologisch traten moderne Menschen in zwei unerwarteten, raschen Schritten auf, nach 200'000 Jahren vor heute in Ostafrika mit einmalig verändertem Skelett, und dann zwischen 100'000 in Südafrika und 35'000 in Europa mit klar symbolischem und gemeinschaftlichem Verhalten mit Sprache in einer sehr kleinen Flaschenhalspopulation. Könnte dies der Erschaffung der geistlichen Dimension entsprechen?

- Noahs Flut kann als eine lokale Flut um etwa 3'000 v.Chr. identifiziert werden, was gut zu Adams Eden 1000 Jahre früher in Südmesopotamien passt. Sowohl Eden als auch Noahs Ausgangsort sind über Sedimentgestein aus 200 Millionen Jahren und mehr gelegen, was mit einer alten Erde in Übereinstimmung mit 1.Mose einen späten Adam und eine mesopotamische Lokalflut plausibel macht.

- 1.Mose 1-11 und vereinzelte Parallelen in sumerischen, akkadischen und babylonischen Texten spiegeln die gleichen Ereignisse und Personen, aber die weitgehend fortlaufende Erzählung in 1.Mose mit sehr wenig Mythologie und Symbolik muss näher an der historischen Realität sein. Adams Geschichte zeigt, dass er klar in die Jungsteinzeit Mesopotamiens gehört und dass er in eine bereits bevölkerte Welt kam.

- Im Hebräischen des Alten Testaments heisst 'adam je nach Zusammenhang "Mensch" oder Adam. Danach spricht aber 1.Mose 1,27 von den frühesten Menschen, nicht von Adam. Die von Paulus verwendete griechische Übersetzung des Alten Testaments hat, dazu passend, praktisch immer richtig anthrôpos für "Mensch", obwohl die Antike wohl kaum etwas über Menschen vor Adam wissen konnte.

- Das Neue Testament nennt Adam nirgends den ersten Menschen, selbst wo Paulus auf Adam verweist. In Römer 5 sagt er, der Tod sei zu allen gekommen, weil alle gesündigt haben, sogar die ohne das Gesetz. Adam, Vertreter der gefallenen Menschheit, steht Christus, dem Haupt der Erlösten, gegenüber. 1.Korinther 15 kontrastiert Tod und Auferstehung. Die leibliche Auferstehung Christi begründet "in Christus" die unsrige.

- Biblische Theologie zielt auf eine Übereinstimmung zwischen dem, was von Gottes Offenbarung und von seiner Schöpfung bekannt ist. Sowohl die kanonischen biblischen Texte als auch wissenschaftliche Befunde müssen sorgfältig erforscht, geprüft und interpretiert werden. Widersprüche zwischen den Bereichen (wie innerhalb derselben) weisen auf verbleibende Fehlinterpretationen hin. Vorurteile haben keinen Platz.

- Mose und die anderen alttestamentlichen Propheten bestehen auf göttlicher Inspiration, und Jesus bestätigt diesen Anspruch in nicht zu übertreffendem Ausmass, gefolgt von den neutestamentlichen Autoren, die sich dazu äussern. Die 66 kanonischen Bücher der Bibel bilden daher die Norm für jegliche Interpretation. Jede theologische Aussage muss provisorisch bleiben, ohne dogmatisch fixiert zu werden.

- Gott schuf die ersten Menschen in seinem Bild. Dieser erste Bund gilt allen Menschen, ob sie von Adam abstammen oder nicht. Jedes Kind ist eine wirkliche, freie Persönlichkeit. So kommt für jedes einmal ein Moment der Verantwortlichkeit, aber keines ist fähig, sich bleibend der Sünde zu enthalten. Gott plante daher von Anfang an das stellvertretende Sühneopfer seines Sohnes für alle, welche es annehmen.


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Last updated Okt 17 2011 | paraske@aneste.ch

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